Lightfall – Das verlorene Licht

Bea und ihr schussliger Großvater leben in Irpa, auf einem fernen Planeten, mitten im Wald. Der Zauber-Eber ist Magier und versorgt die Bewohner:innen mit Zaubertränken, Heilkräuter oder Informationen. Als Bea eines Tages von einem Waldspaziergang nach Hause kommt, findet sie von ihrem Großvater allerdings nur einen Brief vor. Er sei losgegangen, um „das Siegel des Rastlosen Schläfers zu überprüfen“. Sie möge vor allem auf das „Glas“ aufpassen, ihm aber auf gar keinen Fall folgen, oder wenn doch: dann nur mit Pulli. Natürlich macht sich Bea auf die Suche, zusammen mit einer Zufallsbekanntschaft, einem kampferprobten Galdurier. Zum Glück, denn viele gefährliche Abenteuer warten auf die beiden.
Und wir begleiten sie vergnügt durch das Scherental, zum verfluchten Tempel, wehren ein Tentakel-Monster ab, sind kein Echsenfutter geworden, haben ein Arsai gerettet und haben das Glas zurückerzockt. Der Comic ist perfekt für erstlesende Grundschüler:innen – und ältere Geschwister, die mal keinen Manga zur Hand haben. Die Geschichte ist spannend, aber nicht brutal, die Held:innen sind freundlich und gut ausgerüstet für Abenteuer aller Art und ergänzen sich. Die Enkelin ist vor allem besorgt um ihren verplanten Verwandten, sie muss viel Mut beweisen, hat aber wenigstens ihre Katze dabei. Während der schlitzohrige Caldurier questerfahren und jeder Situation gewachsen ist. Zusammen werden die ungleichen Suchenden ein Team.
Die Illustrationen sind wunderbar, vielfältig und einfallsreich. Es gibt Erstaunliches zu sehen, farbenfroh, leuchtend oder auch mal düster, eben wie es die Situation erfordert. Zur schnellen Orientierung befindet sich eine Karte von Irpa im Buch. Der Text zu den Bildern ist natürlich kurz, aber ziemlich witzig.
Ein wunderbarer Einstiegscomic für die Kleinen. Wer weiterlesen und -schauen will: Der zweite Band von Lightfall erscheint im Juli 2026.
Info
Tim Probert: Text und Illustrationen
Planet! bei Thienemann-Esslinger 2026