Astrologica – Von Tierkreiszeichen, Sternbildern und Planeten in den Mythen der Welt

Astrologica – Von Tierkreiszeichen, Sternbildern und Planeten in den Mythen der Welt

Manche Menschen glauben, dass Sterne und Planeten in der Stunde ihrer Geburt die Persönlichkeit bestimmen. Waagen seien „feinfühlig, sanft und intelligent“, Zwillinge „unterhaltsam, schlagfertig und ausdrucksstark“ Wassermänner hingegen zeichnen sich als „kreative Geister, die andere inspirieren“ aus. Da ich das für Blödsinn halte, lag das Buch eine Weile herum, bis ein Enkel kam und genau dieses Buch aus dem Stapel herauszog – weil es großformatig, sehr bunt und ein bisschen geheimnisvoll aussieht. Und ich muss zugeben, es steckt wesentlich mehr Sachlichkeit und Amüsement zwischen den Seiten, als gedacht.

Sieben Themenbereiche mit unzähligen Unterkapiteln erklären allumfassend Die Usprünge der Astrologie, Die Mythen des tropischen Tierkreises, Mythen des Sonnensystems, Sternenlegenden, Astrologie rund um den Globus, Astrologie heute und Liebe Sternguckende“. Ein Glossar erklärt relevante Begriffe, ein Register hilft beim Stöbern. Nicht wissenschaflich, sondern vor allem unterhaltsam spricht die Autorin direkt lesende Kinder oder vorlesende Erwachsene an und erklärt uns die Bedeutung des Nachthimmels auf der Süd- bzw. Nordhalbkugel. Wir verlieren uns in den Bildern, lassen uns in den kleinen Kästen abfragen: „Wusstest du das?“ Und wir wussten wirklich nur sehr wenig. Nichts über die Yacana, die Schlafende mit ihrem warmen Fell schützten, oder dass Themis die Göttin der Waage ist und die Mutter der „Jungfrau“. Und gerade die Kapitel über die zwölf Sternkreiszeichen gefallen den Kindern besonders gut. Wie der Krebs oder der Steinbock am Himmel entstanden ist, basiert auf einer guten Geschichte und dann wird eben doch gefragt, was für ein Sternzeichen der im Januar Geborene oder das Maikind hat und es wird die „eigene“ Sternenkonstellation gesucht. Gewonnen hat allerdings der „rote Planet mit eisernem Herzen“ und nicht der Stier, der Mars hatte die bessere Erzählung – und wer will schon als „ein wenig hinterlistig“ gelten.

Das Buch lädt zum Stöbern ein, die Mythen sind spannend, interessant und waren für mich als Fachunkundige bislang unbekannt. (Esoterik bleibt ausgespart.) Die riesigen Bilder, die den Text ergänzen, kann man lange anschauen. Erst sind die Illustrationen da, dann werden die Geschichten dazu abgefragt. Wir hatten zusammen Spaß.

Eine kleine Sternenkarte zum Auseinanderfalten hätte uns gefreut, aber wir haben zum Glück eine App.

Info
Text: Suki Ferguson
Illustrationen: Camelia Pham
Übersetzung aus dem Englischen: Stefanie Brägelmann, Katharina Meyer
E. A. Seemann Verlag 2026


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