Abgrund

Abgrund

Auf einer alten Hinrichtungsstätte in einem Lavafeld wird ein Erhängter gefunden. Auf seiner Brust findet sich eine seltsame Nachricht, mit einem Nagel festgehämmert. Kommissar Huldar findet dann auch noch einen kleinen Jungen in der Wohnung des Toten, der mit diesem in (scheinbar) keinerlei Verbindung steht. Huldar ruft die Kinderpsychologin Freyja zu Hilfe, um diesen seltsamen Mordfall zu klären.

Krimiautorin Yrsa Sigurdardóttir ist eigentlich gelernte Ingenieurin und arbeitet bei einem Energiekonzern. 2005 hat sie jedoch ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckt und erfreut uns seitdem fast jährlich mit spannenden Island-Krimis. Mit “Abgrund” hat Yrsa Sigurdardóttir nun den vierten Band um Kriminalkommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freyja herausgebracht. Auch dieser Krimi ist durchaus spannend und bietet alles, was heutzutage eine gute Story ausmacht: Grausige Morde, zahlreiche Leichen, jammernde Ermittler und ein versagendes System. Allerdings wird das Buch so auch sehr austauschbar und das Erzählte hängt nicht lange nach. Huldar und Freyja entwickeln sich nicht weiter und können ihre kindischen Beziehungsprobleme nicht klären, wodurch man sich beim Lesen stellenweise zu langweilen beginnt und man sich den Stil von Yrsas Erstlingswerken zurück wünscht, der einen über alle Seiten vor Spannung auf der Stuhlkante zu halten vermochte. 

Info:
Abgrund von Yrsa Sigurdardottir
Aus dem Isländischen von Anika Wolff
Erscheinungsjahr: 2020
btb Verlag, 400 Seiten

Nur für erwachsene Kinder


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