ESCAPE-Krimi-Spiel: In der Hand des Entführers

ESCAPE-Krimi-Spiel: In der Hand des Entführers

Eine junge Frau wurde entführt und nur die besten der besten der Kriminalpolizei können sie befreien: WIR! Am Ort der Lösegeldübergabe werden wir allerdings hinterrücks überrascht und alles wird schwarz. Als wir wieder erwachen, befinden wir uns allein und gefesselt in einem dunklen Raum. Wie kommen wir hier nur wieder lebend raus?

An Live-Escape-Rooms hatte ich immer besondere Freude, doch in Zeiten einer Pandemie muss man sich ja besonders allein zu Hause beschäftigen. Da war ich ganz entzückt, als mir das ESCAPE-Krimi-Kartenspiel „In der Hand des Entführers“ im Laden in die Hände viel. Also gleich gekauft und am Wochenende mit der Familie gespielt.

Die Spielanleitung ist kurz und knapp und es kann eigentlich gleich los gespielt werden. Die erste Karte erzählt die Vorgeschichte und schafft die richtige Stimmung und mit Karte 2 befindet man sich schon im dunklen Keller. Ab jetzt muss man sich selbst durchs Spiel manövrieren, indem man die Rätsel auf den Karten knackt. Manche Karten müssen miteinander kombiniert werden, um an den Code zu gelangen, andere genau studiert werden. Wenn man den Code gefunden hat, wird dieser im Code-Heft nachgeschlagen und im besten Fall ist man der Lösung ein Stück näher gekommen. Wenn der Code falsch ist, liest man nicht selten ein „Sorry, aber das ergibt keinen Sinn“ oder – im schlimmsten Fall – liest man über seinen eigenen Tod. Wir sind tatsächlich einmal gestorben, haben die Karte dann aber einfach ignoriert und die nächste gezogen (neu anfangen oder aufgeben, wollten wir jetzt nicht mehr). Ein Rätsel konnten wir partout nicht lösen – auch nicht, als wir uns durch einen Trick die Lösung ermogelt haben, kamen wir nicht drauf. Ein Spickheft gibt es leider nicht und so wird sich uns dieses Rätsel wohl nie erschließen. Die anderen sind allerdings recht selbsterklärend oder man kommt irgendwann auf die richtige Lösung, wenn man weiter kombiniert.

Das Spiel war tatsächlich sehr unterhaltsam und die Rätsel anspruchsvoll genug, um uns für ein paar Stunden zu fesseln. Theoretisch könnte das Spiel mehrmals gespielt werden (nicht jede Karte wird aufgedeckt, je nachdem, wie man sich während des Spiels entscheidet oder ob man vor dem Ende stirbt), wir werden es jetzt allerdings weitergeben. Vorgeschlagen wird das Spiel für 1-4 Spieler*innen, tatsächlich kann es aber von unendlichen Spieler*innen gespielt werden. Ich kann es sehr empfehlen und werde auch das schwerere Spiel noch ausprobieren.

Info:
Jens Schumacher, Hauke Kock: Escape Room – In der Hand des Entführers

arsEdition, 2020
50 Karten im Postkartenformat
1-4 Spieler*innen
30-60 Minuten (in unserem aber Fall länger)
Ab 12 Jahren und älter


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