Oje, mein Eis!

Oje, mein Eis!

Es gibt so weltallerbeste Tage mit Himbeerbrausenfreude, kribbligen Zehen und hibbligem Gefühl. Und so wird der Ausflug mit Opa werden, sie wollen schließlich eine Dampferfahrt machen. Das geht natürlich noch viel besser mit fünf Kugeln Eis der Lieblingssorten. Aber dann beugt sich Kasimir zu weit über die Reling und sein Rieseneis fällt in die Fluten. Und der Tag, der so gut angefangen hatte, wird richtig blöd, denn niemand will sein Eis retten, keine Taucherin, keine Meerjungfrau und kein Rettungsschwimmer. Da wird Kasimir so wütend, dass seine Haare wie Hörner vom Kopf stehen und Opa wird zum weltallerschlechtesten Opa überhaupt, denn der hört ja gar nicht zu.

Die Geschichte nimmt dann eine interessante Wendung, denn Kasimir wird der Spiegel vorgehalten: Opa wird wütend, weil die Himbeerbrause aus der Flasche quillt, stellt seltsame Forderungen und rollt sich auf dem Boden herum. Opa ist echt peinlich. Und als später der Tag wieder zum allerbesten wird, hat Kasimir etwas über Selbstbeherrschung und Wut gelernt und Opa ist cool geblieben, trotz der irritierten Mitreisenden. Nini Alaskas großflächige Illustrationen unterstreichen die Geschichte aufs Bunteste, die Himbeerbrause sprudelt direkt aus den Seiten heraus, man hört sie fast zischen. Auch die Empfindungen der Figuren werden zeichnerisch umgesetzt, für die Kleinen ist damit die Story doppelt interessant, sie können sehen, hören, staunen und im Dialog kommentieren. Ein Lieblingsbuch wird Oje, mein Eis! aber trotzdem nicht, unsere Buchtrolle finden die Geschickte ein bisschen zu langweilig.

Info
Jana Heinicke
Illustriert von Nini Alaska
Magellan 2022


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