Das geheimisvolle Verschwinden von Toni Malloni

Das geheimisvolle Verschwinden von Toni Malloni

„Es war am Anfang der Sommerferien. Ich war auf dem Dachboden meiner Großmutter, und ich tat etwas Verbotenes. Verbotene Dinge machen schließlich am meisten Spaß.“

Das ist ein furioser Beginn für ein Buch. Die Kinder machen es sich sofort gemütlich und erwarten eine wirklich gute Geschichte. Ein berühmter Zauberkünstler ist verschwunden. Der Enkel Toni, ein schüchterner Junge, der ständig übersehen wird und über null Selbstbewusstsein verfügt, liest die Karten und macht sich auf, „Marcello Malloni“, „den Meister der Magischen Wunder“, zu suchen. Er gerät in einen heruntergekommenen Vergnügungspark, der aus der Zeit gefallen scheint. Alle seltsamen Figuren dort, ein durchgesägtes Mädchen, eine Frau mit Fischschwanz, Riesen und Zwerge, erhoffen sich von Toni, dass er den Großvater zurückbringt, denn sonst ist der Park dem Untergang geweiht.

So weit so gut. Die Sprache ist locker und modern, die hingeworfenen witzigen Zeichnungen desgleichen. Der Protagonist wächst über sich hinaus, entdeckt seine Fähigkeiten und entwickelt Zutrauen zu sich selbst. Das ist natürlich auch eine Botschaft. Leider bleibt der Plot weit hinter dem interessanten Einstieg zurück, die Story ist wirr und irgendwann auch langweilig. Schade.

Info:
Autor und Illustrator: Harmen van Straaten
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Verlag Freies Geistesleben 2020
102 Seiten

Ab 6


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