Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill

Ein Sommer mit Percy und Buffalo Bill

Ulf und Percy sind nun Blutsbrüder, und die gehen doch gemeinsam in den Urlaub? Ulf ist sich allerdings gar nicht so sicher, ob Eltern und Großeltern begeistert sind über einen weiteren Gast, und überhaupt wollte er doch die Zeit mit Pia verbringen. Aber Percy kommt mit viel Optimismus und Elan und nimmt bald alle für sich ein, sogar den brummigen Großvater und – Pia mit dem heiseren Lachen und der Angel zum Hechte fangen. Aber was wäre ein echter Freund, wenn er nicht seine ganzen Fähigkeiten für das Glück des Freundes einsetzen würde?

Wenn es draußen so kalt und dunkel ist, brauchen Leser*innen Hoffnung auf den Sommer, und das liefert Ulf Starks Roman im Übermaß. Das Meer, Käfer (auch aus überzähligen neu zusammengesetzte), heimliche Zigaretten hinter dem Schuppen, alles beschreibt die Kindheit. Der Autor erzählt autobiographisch von seinen Sommerferien in den Schären in den 1950ern, mit so viel Empathie, Witz und Charme, dass man die Menschen, den Laden, die Schweinekoteletts und das wütende Pferd Blacky direkt vor sich sehen kann. Und es geht um viel unerfüllte Liebe, wer wen und warum liebt, der Enkel die hübsche Pia, die ihn niemals lieben wird, und der Großvater die Großmutter, die überredet wurde und nie so richtig zurückgeliebt hat. Aber in einem langen unbeschwerten Sommer kann alles gut werden, und das ist schön und soll hier so sein.

Eine Kollegin sah das Buch auf dem Tisch liegen und fragte nur wegen des Covers, ob sie das leihen könne; genauso etwas bräuchte sie jetzt. Denn auch die Illustrationen von Regina Kehn unterstreichen wunderbar das locker leichte Schweden- und Urlaubsgefühl.

Info
Autor: Ulf Stark; Bilder Regina Kehn
Verlag Freies Geistesleben & Urachhaus 2021


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