Wolli liebt seine Wolle

Wolli liebt seine Wolle

Wolli hat „ja nicht mehr alle Kringel in der Wolle“, behaupten die anderen Schafe in der Herde, und dass er „doof“ ist und dass es draußen Wölfe gibt und viele andere Gefahren. Aber Wolli lässt sich nicht beirren, am Tag vor der Schafschur im Mai wird er abhauen. Schließlich liebt er seine Wolle und wird sie nicht hergeben.

Wolli erlebt aufregende Abenteuer. Er trifft auf andere Tiere, trotzt den Wölfen und bietet kleineren Tieren in seinem immer gewaltigeren Wollwuchs Unterschlupf und Schutz. Es wird Herbst bis er wieder Sehnsucht nach seiner Herde bekommt. Die kleineren Kinder (ab drei) bekommen viel zu sehen, die Zeichnungen sind farbenfroh, großflächig und sehr freundlich. Wir sehen Sonnenaufgänge, -untergänge, Mondscheinmotive und saftige grüne Wiesen, das Buch nimmt eine(n) mit in idyllische Szenerien, ohne zu langweilen oder die Lust auf eigene Abenteuer zu nehmen. Es ist ja immer gut, mal hinter das Gattertor zu schauen. Allerdings muss sich Wolli letztendlich in seiner Herde weißer Schafe anpassen, ausscheren ist nur bedingt erlaubt. Es gibt Bücher für Kleinere mit progressiveren Botschaften.

Info
Text: Adèle Tariel
Illustrationen: Oksana Bula
Aus dem Französischen von Anna Taube
Magellan 2022


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