Die wundersamen Zwölf

Die wundersamen Zwölf

Kennst du das Steppenschuppentier, das Aye-Aye oder vielleicht den Potto? Noch nie von diesen Tieren gehört? Wir auch nicht. Bis jetzt!

„Die wundersamen Zwölf: Kuriose Säugetiere, die tatsächlich existieren“ ist ein wunderschön gestaltetes Bilderbuch, das 12 lustige, seltsame, wundervolle, aber wenig bekannte Tiere unserer Erde vorstellt. So erfährt man zum Beispiel, das dem Okapi Schleim aus den Hufen läuft, der so klebrig ist wie Teer, und dass die Streifentenreks mit ihren Stacheln unterschiedlichste Töne erzeugen können. Der Malaien-Gleitflieger kann aus seinen Armen eine Hängematte für sein Baby machen und der Langschnabeligel hat Widerhaken an der Zunge, um damit Ameisen aufzuspießen. Die Autorin Rae Mariz hat zu jedem Tier einen kurzen, sehr poetischen Text geschrieben und die Berliner Künstlerin Moki hat die wunderschönen und detailreichen Illustrationen beigesteuert. Die Leser*innen lernen in dem Büchlein ganz neue Tiere kennen, von denen die meisten wohl noch nie gehört haben. Die Idee ist schön und die Tiere wirklich kurios. Kinder wie Erwachsene können hier noch etwas Neues entdecken und immer wieder staunen. Ob das Buch allerdings ein immer wieder zu lesender Liebling wird, ist zu bezweifeln, da die Geschichten nicht komplex genug sind. Um mehr über die Tiere zu erfahren, muss dann doch ein richtiges Sachbuch aufgeschlagen werden, für ein reines Gute-Nacht-Buch wiederum fehlen die Emotionen. Ein großes Manko ist außerdem die mitunter recht schwer lesbare „Handschrift“, besonders bei den unbekannten Tiernamen.

Info:
Rae Mariz: Die wundersamen Zwölf
Illustration von Moki
Übersetzung: Cindy Ruch
Reisedepeschen Verlag, 2019
Ab 3 Jahren


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