Finn und die monsterige Rückwärtsmaschine

Finn und die monsterige Rückwärtsmaschine

Finn hat Ferien, aber seine besten Freunde sind verreist und vor ihm liegt eine laangweilige Zeit. Seine Mutter arbeitet und sein Vater erfindet den ganzen Tag Dinge, die nur fast funktionieren; von denen ist keine Abwechslung zu erwarten. Alles ändert sich aber, als Finn im neu eröffneten Spielwarenladen im Hinterzimmer eine riesige Maschine entdeckt. Was es mit dem Kasten auf sich hat, erfährt er von einem grünen, einäugigen Monster, das ihm nach Hause gefolgt ist und um seine Hilfe bittet. Denn der Ladenbesitzer bildet Spielzeuge für Raubzüge aus und zielt auf nicht weniger als die Weltherrschaft. Natürlich ist Finn sofort für ein Abenteuer bereit, nichts ist doch unterhaltsamer, als einem Bösewicht das Handwerk zu legen.

Die Geschichte ist spannend, sogar ein bisschen unheimlich für die kleinen Lesenden, wird aber immer wieder durch komische Sequenzen gebrochen, so dass sie nicht zu „bange“ sein müssen. Sehr hübsch sind die sprachlichen Feinheiten, das Vergnügen an der Sprache. Die Erstlesenden können sich schon mal an den fettgedruckten Einzelwörtern versuchen, sodass das Buch auch zum Gemeinschaftsprojekt werden kann. Das Bemühen des Monsters, Umstände zu erklären, sorgt immer wieder für Grinsen und animiert die Lesenden zu eigenen A-, B- oder C-Wörtersuchen und schrägen Speisenkombinationen. Auch die anderen Figuren sind sanft parodistisch angelegt, der verplante Vater, der im rechten Moment aber voll einsatzfähig ist, ist ein liebevoll gestalteter Charakter. Das Buch ist ausgefeilt, witzig und voller Lebhaftigkeit, und so sind auch die wunderbaren Illustrationen, die das Buch schon alleine aus der Masse der Kinderbücher herausheben. Unsere Buchtrolle mögen das Buch und schauen sich nach dem Lesen gerne nochmal die zahlreichen Zeichnungen zu den Kapiteln an.

Info
Autorin: Luise Holthausen
Illustrationen: Tine Schulz
FISCHER Sauerländer 2022


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