Weihnachten ohne/mit Juli

Weihnachten ohne/mit Juli

Inzwischen hat sich Paul an Juli, das chaotischste aller Pferde, gewöhnt, sie bilden sogar zusammen mit seinem besten Freund Max und der Nachbarin Anna „Die tierischen Vier“. Aber das Wetter ist schlecht, das Baumhaus nicht mehr geheim und nebenan zieht ein meckernder Herr ein, der auch noch Sauber heißt und seine Sachen am Lineal ausrichtet. Natürlich kommen er und Juli überhaupt nicht miteinander aus, denn sauber und ordentlich gibt es in Julis Pferdevokabular nicht. Und woher soll sie schließlich wissen, dass Weihnachtsbäume Deko und kein Futter sind und Kugeln rot und rund, aber keine Äpfel? Wieder ist da jemand, der möchte, dass Juli verschwindet, aber Paul ist es dieses mal nicht. Bis Weihnachten doch noch „alles gut wird“, hat die tierische Band eine aufregende Adventszeit zu bestehen.

Von Juli kann man nicht genug bekommen, dazu muss man kein Pferdefan sein. Und so kommt Petra Eimers zweiter Band zu Pferd und Paul gerade recht. Wieder ist die Geschichte äußerst gelungen, wild, laut, ungeordnet – wie eben Juli. Paul erzählt als Icherzähler modern und flapsig mit Übertreibungen und Übersteigerungen, die auch grafisch mit viel Fettdruck und Großschreibung, Ausrufezeichen und Sprechblasen ausgedrückt werden. Die Comic-Zeichnungen sind lustig und unterstützen/ergänzen den Text, so dass kleinere Kinder das Buch auch durchblättern können, ohne selber zu lesen oder sich vorlesen zu lassen. Da entginge aber den Vorlesenden viel Spaß. Also lieber gemütlich zusammenkuscheln und gemeinsam genießen.

Auch „Weihnachten mit Juli“ ist ein Buch von einer Familie für eine Familie und für alle Altersgruppen zu empfehlen. Besinnlich geht allerdings anders.

Info
Text und Illustration: Petra Eimer
Baumhaus Verlag 2021


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