Falcon Peak – Ruf des Windes

Falcon Peak – Ruf des Windes

Kendrick ist nun angekommen in der Mount Avelston School. Seine Gestaltwandlerfähigkeiten sind Routine und er hat Freundinnen bei den Aves (der geheimen Gemeinschaft der Vogelfrauen) gefunden. Sein Leben könnte also kaum geordneter sein, da kehrt sich schon wieder alles um. Ein „Biest“ tötet Tiere und verletzt eine Ehemalige in der Nähe des Falcon Peak. Sein Vater turtelt mit Ms Heart (Geschichte/Sport) und benimmt sich zunehmend albern. Außerdem kann Kendrick sich nicht entscheiden: Soll er bei der Zeremonie die Whites oder Blacks wählen? Welcher Flügel bringt ihm die meisten Vorteile? Sein größtes Problem ist allerdings die Zurückverwandlung von Vogel in Mensch: Der Falke in ihm gewinnt immer mehr Raum und lechzt nach Blut.

Der zweite Band der Falcon-Peak-Trilogie (oder werden es mehr Bände?) ist wieder ein ansprechendes, spannendes Fantasy-Abenteuer. Dass auch Coming-of-Age-Motive mitaufgenommen werden, hebt die Reihe angenehm aus der Fülle actionreicher Alternativen heraus. Kendrick, als Individuum, hat sich zwar (als Falke) gemausert, aber im Jugendlichen-Leben kämpft er mit der Pubertät. Er ist unzufrieden, fühlt sich falsch verstanden und misstraut allen – nicht ganz zu Unrecht, denn einige Figuren treiben ein doppeltes Spiel. Warum Kendrick allerdings der einzige männliche Ave ist, klärt sich in diesem Buch noch nicht auf, wie auch andere Fragen offen bleiben, die im nächsten Band sicher zufriedenstellend beantwortet werden. Mit Cole wird allerdings ein neuer männlicher Charakter eingeführt, der der Handlung eine interessante Wende gibt. Der Stil ist modern und spricht Jugendliche an, wir lesen Kendricks subjektive Sichtweise, und das ist nachvollziehbar und dicht.

Das Buch endet mit einem Cliffhanger „Es hat erst begonnen“, und da Band 3 im März erscheint, müssen die Fans und wir zum Glück nicht lange warten.

Info
Autor: Heiko Wolz
Verlag: arsEdition 2021


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